Montag, 24. Januar 2011

Zinsen von mehreren Seiten unter Aufwärtsdruck


Während sich die Performance und die Aussichten für die Aktienmärkte zuletzt immer stärker verbessert haben, hat sich das Bild an den Zinsmärkten seit dem Herbst eingetrübt. Inzwischen kann man den Zeitpunkt der Stimmungsänderung mit der Ankündigung der zweiten Runde großvolumiger Aufkäufe von Staatsanleihen durch die amerikanische Notenbank im September letzten Jahres genau benennen.
Mit dem Start dieses Aufkaufprogrammes hat sich die US-Notenbank endgültig als Handlanger der Regierung offenbart und den Investoren weltweit zwei Botschaften gesendet: Erstens wird sie alles Notwendige tun, um Wachstum in den USA zu erzeugen und wird mit ihren Maßnahmen nicht ruhen, bis das erreicht ist. Zweitens wird sie mit aller Macht eine Deflation verhindern und nimmt dafür gerne das Risiko von Inflation in Kauf. Im Kern wird sie sogar mit allen Mitteln versuchen, Inflation zu erzeugen. Diese Botschaften bedeuten für die Investoren in Aktien die Aussicht auf steigende Unternehmens- und damit Kursgewinne. Das hat sich auch in einer Fortsetzung der positiven Performance an den Aktienmärkten sofort bemerkbar gemacht. Für die Investoren im Anleihebereich läuten aber die Alarmglocken. Daher ist es nicht verwunderlich, dass inzwischen fast niemand mehr - außer der US-Notenbank selbst - amerikanische Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten kauft. Die steigenden Renditen zeigen die fehlende Nachfrage und nachdem der US-Treasury-Markt immer noch der Leitmarkt für Zinsen ist, steigen seitdem auch die Kapitalmarktzinsen im Rest der Welt. Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Monaten neben den enormen Staatsschulden auch eine zweite Front aufgetan, die die Anleger am Anleihemarkt nervös macht: Steigende Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise treiben in vielen Ländern die Inflationsraten nach oben. Inzwischen sind auch die großen Emerging Markets wie China, Indien oder Brasilien keine Quelle von sinkenden Preisen mehr, sondern treiben selbst durch ihre stark steigende Konsumnachfrage die Preisentwicklung an. Der Wettbewerb um Ressourcen zeigt klare Auswirkungen und wird durch Spekulationen noch verstärkt. Das stellt für die Notenbanken in den USA und in Europa bei ihrer Suche nach der richtigen Antwort für die Geldpolitik eine weitere und auch neue Herausforderung dar. Derzeit scheint sich die Erwartung aufzubauen, dass die Notenbanken die Leitzinsen rascher anheben müssen, um diese Kräfte zu kontrollieren. Dementsprechend steigt die Nervosität der Anleiheinvestoren. Denn eines ist auch klar: Eine Welt, die in großen Teilen völlig überschuldet ist, kann sich keine hohen Langfristzinsen leisten, weil sie damit von den Zinsbelastungen erdrückt würde. Und höhere Kapitalmarktzinsen werden gerade in den wachstumsschwachen Problemländern den Aufschwung verhindern und damit auch die Bedienung der Staatsschulden in Frage stellen.
Schon heute ist deutlich zu sehen, dass die hochverschuldeten Staaten wie Japan, USA, England oder Italien große Probleme haben, Wachstum zu erzeugen. Dagegen boomen die Überschussländer China, Brasilien und Indien. Auch Deutschland findet sich nach den Reformen und der Durststrecke der vergangenen zehn Jahre auf der Gewinnerseite wieder. Selbst wenn die Rahmenbedingungen in beiden Lagern sehr unterschiedlich sind, in puncto Inflation sind sie vereint: Die einen wollen sie produzieren, um ihre Schulden zu entwerten, die anderen fördern sie aufgrund ihrer starken ökonomischen Performance und ihrer hohen Nachfrage nach knappen Gütern.
Für Baufinanzierer steigt damit die Gefahr, dass die Konditionen für Darlehen in die Höhe gehen. Wir empfehlen Kreditnehmern daher, die aktuellen Zinsen möglichst lange zu sichern und in nicht auf sinkende Zinsen zu warten. Grundsätzlich ist bei diesem historisch gesehen immer noch sehr niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2% bis 3% ratsam, damit die Restlaufzeit des Darlehens verkürzt wird. Gefragt sind aus diesem Grund auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen noch eine weitere Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Wir können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung.

Montag, 10. Januar 2011

Baugeldzinsen im Januar sichern

2011 wird für die Zinsmärkte ein Jahr voller Herausforderungen werden. Für Kreditkunden bedeutet das erhöhte Aufmerksamkeit. Aus unserer Sicht haben die Kapitalmarktzinsen in den USA und damit auch in Euroland im September den 30-jährigen Abwärtstrend gebrochen und eine lang andauernde Phase steigender Zinsen eingeleitet. Ein solcher Trendwechsel historischer Dimension braucht natürlich Zeit, sich auszubilden und somit sehen wir 2011 als ein Übergangsjahr, in dem es zu heftigen Schwankungen kommen wird.
Gerade in den ersten Wochen des Jahres halten wir nach den Zinsanstiegen seit September eine technische Gegenbewegung nach unten für möglich und empfehlen Baugeldkunden, diese konsequent zur Sicherung ihrer Konditionen zu nutzen. Mehrere Gründe sind für den Trendwechsel am Zinsmarkt verantwortlich: Die entwickelten Volkswirtschaften befinden sich in einer historischen Schuldenkrise. Das gilt für die USA im Besonderen, aber auch für weite Teile Europas und für Japan. Da das Wachstum in diesen Ländern nicht mehr ausreicht, um eine sichere Bedienung dieser zunehmenden Schulden sicherzustellen, sind die Notenbanken inzwischen eingesprungen und leisten Überbrückungshilfe durch Nullzinspolitik und Aufkäufe von Staatsanleihen. Trotz dieser Maßnahmen haben die langlaufenden Anleihen aber begonnen, deutlich höhere Risikoprämien aufzubauen, da den Investoren klar ist, dass die Notenbanken nicht auf Dauer die Staatsdefizite finanzieren können. Dieser Trend wird sich fortsetzen, da das Gelddrucken der Notenbanken auch noch den Nebeneffekt hat, dass die Investoren steigende Inflationsraten befürchten und damit Sachwerte vorziehen. Höhere Zinsen werden aber die Finanzierung der Schulden noch schwieriger gestalten. Eine Fortsetzung und Ausdehnung der Schuldenkrise in Euroland ist daher wahrscheinlich. Und die USA laufen immer mehr Gefahr, ihren AAA-Status zu verlieren. Es scheint jedenfalls so, als hätten die Notenbanken die Kontrolle über die langfristigen Kapitalmarktzinsen verloren.
Wir empfehlen Kreditnehmern daher, die immer noch günstigen Zinsen möglichst lange zu sichern und in den nächsten Wochen Tage mit Schwankungen nach unten konsequent zu nutzen. Grundsätzlich ist bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2% bis 3% ratsam, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Gefragt sind aus diesem Grund auch sogenannte Volltilger Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Wir greifen auf mehr als 250 Banken zugrück und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Montag, 3. Januar 2011

Immobilienkäufer tilgen zu zögerlich und nutzen Zinstief nicht

Häuslebauer und Immobilienkäufer nutzen das aktuell günstige Zinsumfeld bei Immobiliendarlehen nicht ausreichend. Das ergab zumindest eine Umfrage unter 250 Finanzierungsbanken. Wir legen dabei auch die häufigsten Fehler der Häuslebauer und Immobilienkäufer offen!
„34 Prozent der befragten Banken finden, dass Kunden derzeit zu niedrig tilgen!"
Einerseits verzögert sich die Kreditrückführung bei einer niedrigen Tilgung um mehrere Jahre, wodurch Zinskosten in Höhe mehrerer tausend Euro anfallen. Andererseits riskieren Kreditnehmer, dass sie beim Auslaufen der ersten Zinsbindung einen Anschlusskredit über eine relativ hohe Restschuld aufnehmen müssen.

Die Sorge um eine hohe Anschlussfinanzierung ist nicht unbegründet. Laut Umfrage meint jede zehnte Bank, dass Kreditnehmer eine zu kurze Zinsbindung wählen.

Wer hingegen von Anfang an hoch tilgt und eine lange Zinsbindung wählt, baut seinen Kredit schnell ab und sichert sich die historisch niedrigen Konditionen langfristig. Das senkt das gesamte Kreditrisiko!"

Unkenntnis über Zinskonditionen

Der zweithäufigste Fehler ist, dass die meisten Deutschen das Zinstief schlicht gar nicht nutzen. Viele Bundesbürger wissen nicht, dass Immobilienkredite durch die Situation auf den Finanzmärkten derzeit so günstig sind wie nie zuvor.

Laut Umfrage ist es aber ebenso möglich, dass nicht wenige Kunden das Zinstief ungenutzt lassen, weil sie auf noch günstigere Konditionen hoffen. Diese Einschätzung teilt immerhin fast jede Fünfte der befragten Banken.

Zumindest eines machen Kreditnehmer laut der Umfrage richtig. So sind lediglich 5 Prozent der Banken der Ansicht, dass sich Kunden durch das Zinstief zu höheren Darlehenssummen verleiten lassen. Nur 2 Prozent meinen, dass überhöhte Immobilienpreise akzeptiert werden.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

2011: Was sich für Eigenheimbesitzer und Mieter ändert!


Solarförderung, Grunderwerbsteuer, Strom: Für Immobilienkäufer, Eigentümer und Mieter ändert sich im neuen Jahr einiges. Wir geben Ihnen einen Überblick über die neuen Regelungen.
Die Förderung für Fotovoltaik-Anlagen wird zum 1. Januar 2011 erneut gekürzt. Hausbesitzer, die ab diesem Zeitpunkt eine neue Anlage in Betrieb nehmen, erhalten nur noch eine Einspeisevergütung von 28,74 Cent je Kilowattstunde Strom. Diese Vergütung wird 20 Jahre plus das Jahr der Inbetriebnahme gezahlt. Wer seine Solarstromanlage bis zum 31. Dezember 2010 ans Netz gebracht hat, profitiert noch 20 Jahre lang von einer Vergütung in Höhe von 33,03 Cent.
Zum 01. Januar 2011 erhöhen vier Bundesländer die Grunderwerbssteuer. Statt bisher einheitlich 3,5 Prozent verlangt das Saarland bei einem Immobilienerwerb künftig vier, Bremen und Niedersachen verlangen 4,5 sowie Brandenburg fünf Prozent Steuer.
In vielen Fällen müssen Besitzer von Häusern, deren Dämmung gewisse Mindestanforderungen nicht erfüllt, im Laufe des Jahres 2011 die oberste Geschossdecke ihres Dach-, beziehungsweise Spitzbodens nachträglich dämmen. Die genauen Anforderungen und Ausnahmen gehen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) hervor.
Wegen des enormen Zubaus an neuen Fovoltaik-Anlagen steigt die Umlage für Erneuerbare Energien (EEG-Umlage) auf den Strompreis von 2,05 auf 3,5 Cent je Kilowattstunde. Die meisten Anbieter werden deshalb ihre Strompreise erhöhen.
Der erst 2009 für Wohngeldempfänger eingeführte Heizkostenzuschuss wird zum 1. Januar 2011 wieder abgeschafft. Vom Heizkostenzuschuss profitierten vor allem Senioren und Geringverdiener. Die Bundesregierung hat den Zuschuss im Rahmen ihres Sparpakets verworfen.
Wegen eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts sind Arbeitszimmer, die beruflich nötig sind, wieder absetzbar. Bei noch nicht abgeschlossenen Steuerfällen können die Steuervergünstigungen sogar rückwirkend ab 2007 geltend gemacht werden.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Inflation frisst Rente


Für kommende Rentengenerationen wird die private Vorsorge noch wichtiger als bisher angenommen. Das belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).

"Entscheidend bei dieser Untersuchung ist, das sie klar macht, wie sehr der rentnerspezifischen Kaufkraftverlust bisher unterschätzt wurde", kommentiert Josef Hartmann, Mitglied des BDRD e.V. die Ergebnisse. "Besonders in der Beratung durch Banken hat dieser Effekt bisher keinerlei Rolle gespielt", so Hartmann weiter. Hintergrund ist, dass die Preise in den von Rentner stark genutzten, personalintensiven Dienstleistungen wie Pflege, Gesundheit und Freizeit, schneller steigen als die durchschnittliche Inflationsrate. "Planungen, die das nicht berücksichtigen sind damit Makulatur."

Die Zahlen sind deutlich. Derzeit verfügt ein zweiköpfiger Rentnerhaushalt durchschnittlich über 1700€ netto monatlich. Um im Jahr 2030 den gleichen Lebensstandard zu erreichen, den diese Summe sichert, muss laut DIA eine privat ersparte Rente in Höhe von brutto 245 bis 329€ hinzukommen. "Wer das erreichen will, muss früh beginnen, den Ruhestand zu planen und konsequent durch alle Lebensphasen hindurch sparen", sagt Hartmann Josef

Wir erstellen gegen Honorar und absolut Produkt. und Anbieterunabhängig eine umfassende Ruhestandsbilanz. Die Umsetzung erfolgt in vollständiger Kostentransparenz.

Mehr Unabhängigkeit durch eigene Altersvorsorge

Frauen müssen Ihre finanzielle Ruhestandsplanung unabhängig vom Partner betreiben. Wegen ihrer höheren Lebenserwartung aber auch wegen zu erwartender niedrigerer Rentenzahlungen durch Kindererziehungszeiten und häufigerer Teilzeitarbeit haben Frauen ganz andere Bedürfnisse als Männer. Darauf weist der Bundesverband der Ruhestandsplaner in seiner aktuellen Pressemitteilung hin. "Für viele Frauen gilt, dass Sie länger aber ärmer leben als Männer", sagt Josef Hartmann, Mitglied im BDRD e.V.."Deshalb müssen Frauen Ihre eigene, unabhängige Ruhestandsplanung betreiben. Dazu ist Selbstvertrauen notwendig - und das haben die Frauen heute sehr viel mehr als noch vor einigen Jahren."

Die Voraussetzungen, eine erfolgreiche eigene Altersvorsorge aufzubauen, sind oft gegeben - Frauen müssen sie aber noch konsequent nutzen. Heute erhalten Rentnerinnen im Schnitt deutlich weniger Geld aus der Rentenkasse als Rentner (siehe Tabelle).

Durchschnittsrenten:
                                               Frauen             Männer
Alte Bundesländer                 470,07€           955,65€
Neue Bundesländer               673,64€           1.029,42€

Dazu kommt, dass Frauen den aufgrund der höheren Lebenserwartung, höheren Kapitalbedarf im Ruhestand deutlich unterschätzen. Vor allem die Auswirkungen der Inflation werden beim Blick auf die jährlich von der Rentenkasse versandte Rentenprognose oft außen vor gelassen. "Die Kaufkraft des dort aufgeführten Beitrags wird in 20 Jahren selbst bei der von der Europäischen Zentralbank(EZB) angenommenen moderaten Inflation von rund drei Prozent pro Jahr wesentlich geringer sein", sagt Josef Hartmann.

"Der Abstand bei den Renten und die gleichzeitige fehlende eigene Beschäftigung mit dem Thema sind gefährlich, denn Frauen müssen länger mit weniger Geld auskommen - und haben dementsprechend ganz andere Interessen als ein Mann bei der Ruhestandsplanung. Sie müssen sehr viel stärker darauf drängen , das die Ruhestandsplanung, nicht wie bei vielen Banken und Finanzberatern üblich, nur auf das Alter von 75 ausgerichtet wird. "Lebensspannen von 95 Jahren sind bei vielen, gerade bei Frauen, keine Seltenheit mehr."

"Ihre finanzielle Unabhängigkeit sollten Frauen sich möglichst auch unabhängig vom Partner erhalten", rät Josef Hartmann und weist in diesem Zusammenhang auf das neue Unterhaltsrecht hin, demzufolge Frauen gezwungen sind, nach einer Scheidung in relativ kurzer Zeit wieder für sich selbst zu sorgen. Die eigene Ruhestandsplanung auch in einer Ehe ist aus Sicht des BDRD e.V. daher unabdingbar.

Grundsätzlich rät der BDRD e.V. bei einer umfassenden Ruhestandsplanung drei Eckpunkte in der Vorsorgeplanung im Auge zu behalten:

1. Die Rendite
2. Die Sicherheit
3. Die Verfügbarkeit

Wir erstellen gegen Honorar und absolut Produkt- und Anbieterunabhängig eine umfassende Ruhestandbilanz. Die Umsetzung der Ruhestandsplanung erfolgt in vollständiger Kostentransparenz.

Gravierende Sicherheitsmängel in der Bankberatung


Die Stiftung Warentest hat gerade eine blamable Beratungsqualität der Banken festgestellt. Weil von der Qualität der Beratung die finanzielle Unabhängigkeit der Menschen im Alter abhängt, stellt das Abschneiden eine Gefahr für die Finanzierung des Ruhestandes jedes Bankkunden dar. Der Bundesverband Der Ruhestandsplaner Deutschland BDRD e.V. fordert deshalb, wesentlich höhere Beratungsstandards gesetzlich vorzuschreiben.

Die Menschen werden in den Banken in der Regel absolut nicht anlage- und anlegergerecht beraten und korrekt aufgeklärt“, sagt Hartmann Josef, Ruhestandsplaner aus Altenkirchen. „Es geht den Banken vorwiegend um Produktverkauf.“ Jeder Einzelne müsse genau überlegen, welche Folgen die schlechte Beratungsqualität der Banken für die eigene Altersversorgung und Ruhestandsplanung haben könne. Hier sei ein Gegencheck zur Sicherheit notwendig.

Der Bundesverband Der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. fordert deshalb die Politik auf, wesentliche strengere Beratungsstandards zum Thema Ruhestandsplanung / Altersvorsorge gesetzlich einzuführen. Dazu sollte eine entsprechende Ausbildung und eine jährlich zu wiederholende Prüfung zwingend vorgeschrieben werden, um so die anlage- und anlegergerechte Beratung zwingend zu Bestandteilen der Beratung zu machen.

Die Ergebnisse des Bankenberatungstest der Stiftung Warentest zeigen zudem deutlich, dass freiwillige Selbstverpflichtungen, wie sie der BDRD für seine Mitglieder zwingend vorschreibt, zwar bei unabhängigen Finanzmaklern hervorragende Ergebnisse liefern, bei Banken aber nicht fruchten. Hier besteht ohne eine gesetzliche Regelung kein Anreiz, die Beratung entscheidend zu verbessern.

„Der Anleger muss sicher sein können, dass die von einem Berater vorgeschlagenen Produkte zu ihm und seinen Zielen passen. Kein Produktverkauf ohne qualifizierte Beratung“, sagt Josef  Hartmann. „Die Studie hat erneut gezeigt, wie erschreckend schlecht Anleger oftmals beraten werden“. „Jeder Einzelne sollte dringend einen Sicherheits-Gegencheck vornehmen lassen.“

Montag, 29. November 2010

An Spanien wird sich Euroland entscheiden

Keine 24 Stunden nach der Entscheidung Irlands, ein Rettungspaket bei der EU zu beantragen, haben sich die Märkte Anfang der Woche schon auf Portugal und Spanien eingeschossen. Das Dominospiel wird also weitergehen und die EU-Politiker und Notenbanker an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringen. Die Zinsen für portugiesische Staatsanleihen sind bereits auf ein Niveau gestiegen, das die Refinanzierung über den Rettungsschirm attraktiv macht. Es ist daher davon auszugehen, dass auch Portugal in den nächsten Wochen seinen eigenen wirtschaftspolitischen Handlungsspielraum verlieren und unter das Diktat der EU und des IWF fallen wird.
Der spanische Regierungschef Zapatero warnt internationale Anleger, deren Wohlwollen er dringend bräuchte, vor Spekulationen gegen Spanien. Dabei ist klar, was diejenigen, die am Ende das Kapital zur Verfügung stellen sollen, gerne sehen wollen: konsequente Sanierungsschritte für die Haushalte, klare Regularien und fest definierte Spielregeln für die Euro-Mitgliedschaft eines Landes, klare Schritte und Zeithorizonte zur Harmonisierung der Eurozone in Bezug auf Wirtschafts- und Steuerpolitik und die Erarbeitung von neuen Geschäftsmodellen für die Länder, deren alte Modelle gerade zusammengebrochen sind. 
Dazu gehört neben Griechenland, Irland und Portugal leider auch Spanien. Der Zusammenbruch des monströsen Immobiliensektors dort hat das Land mit 20% Arbeitslosigkeit, 30% Jugendarbeitslosigkeit und 50% Minderverdienenden zurückgelassen. Der Bankensektor ist nur oberflächlich stabil und die bisherigen Reformansätze sind bezogen auf die Dramatik der Situation viel zu zaghaft. Daher ist das große Misstrauen der Investoren gegenüber Spanien verständlich. Sollte der Druck auf Spanien, das immerhin 12% der Eurozone darstellt, unerträglich werden, kann es nur zwei Alternativen geben: Entweder der finale Schritt zu einer Transferunion bei der nur noch wenige Zahler, allen voran Deutschland, übrig bleiben. Oder ein Auseinanderbrechen in einen Kern- und Peripherie-Euro. Da die zweite Variante politisch undenkbar ist, wird es wohl auf Variante 1 hinauslaufen. Die Folge werden höhere Kreditzinsen ebenso für die Geberländer sein.
Für unsere Mandanten ändert sich vorerst nichts. Zwar sind die Zinsen für längere Laufzeiten zuletzt schon gestiegen - im langjährigen Vergleich sind sie aber immer noch extrem günstig. Wir empfehlen daher, nicht mehr auf sinkende Zinsen zu spekulieren, sondern für Sicherheit zu sorgen. Bauherren und Immobilienkäufer müssen in Zeithorizonten von 20 bis 30 Jahren denken - diese Periode heute zu historisch tiefen Zinssätzen abzusichern, kann kein Fehler sein. Gefragt sind aus diesem Grund derzeit auch sogenannte Volltilger Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung heute schon eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko, später zu deutlich höheren Zinsen eine Anschlussfinanzierung vornehmen zu müssen, wird damit schon heute ausgeschlossen. Wir können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Donnerstag, 18. November 2010

Die 3 Jahresfrist der privaten Krankenversicherung ist gefallen

Wir haben lange darauf gewartet und heute erreichte den Markt die gute Nachricht:
Der Bundestag hat in seiner Plenarsitzung am 12. November 2010 den Fall der 3 Jahresfrist beschlossen. Diese Entscheidung ist für Sie und die rund 500.000 Wechselwilligen, die bisher von der bestehenden Frist ausgebremst wurden, eine hervorragende Nachricht!

Wie sieht die neue Regelung aus?
Arbeitnehmer werden zum 01.01.2011 versicherungsfrei, wenn ihr Gehalt die JAEG im Jahr 2010 (49.950 ) übersteigt. Bei Änderung des Gehalts oder Neuaufnahme einer Beschäftigung im Laufe des Jahres 2010 wird dazu das neue Gehalt auf ein fiktives Kalenderjahr hochgerechnet (je nach Anzahl der Monatsgehälter mit 12, 13 usw. multipliziert) und ihr voraussichtliches Gehalt die JAEG im Jahr 2011 (vorläufiger Wert: 49.500 ) übersteigen wird.
Die ersten offiziellen Informationen dazu finden Sie hier
Schauen Sie im folgenden sich den kurzen Film (4min.) an. Der Bericht lief vor kurzem auf n-tv und geht noch einmal kurz auf die Thematik und das für und wider der privaten Krankenversicherung ein.
Sprechen Sie uns hier drauf an! Wir überzeugen Sie sie von den Vorteilen eines Wechsels in die private Krankenversicherung. Wir stehen Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Verfügung.